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Tipps für deinen Shop

Mehr Umsatz im Shopify-Shop: 10 Hebel, die du heute umsetzen kannst

Mehr Umsatz klingt nach mehr Werbung. Dabei hat Umsatz drei Stellschrauben: wie viele Besucher kommen, wie viele davon kaufen und wie viel sie je Bestellung ausgeben. Weil die drei Zahlen miteinander malgenommen werden, werden aus je 10 % mehr nicht 30 %, sondern 33 % mehr Umsatz.

5 Min. Lesezeit · 28. September 2026

Formel: 5.000 Besucher mal 2 Prozent Conversion mal 45 Euro Bestellwert ergibt 4.500 Euro Umsatz; mit je 10 Prozent mehr werden daraus 5.989,50 Euro

1 Verkaufe auch dort, wo deine Kunden schon suchen

Über Marktplätze liefen 2025 laut Handelsverband HDE 56,7 % der deutschen Online-Umsätze. In einer Bitkom-Umfrage gaben 85 % der Online-Shopper an, oft bei großen Marktplätzen wie Amazon, Zalando oder Otto zu kaufen.

Ein Marktplatz als zweiter Kanal bringt Käufer, die deinen Shop nie gefunden hätten. Shopifys App Marketplace Connect bindet unter anderem Amazon und eBay an, die ersten 50 synchronisierten Bestellungen im Monat kosten keine App-Gebühr. Bevor du Käufer vom Marktplatz per Paketbeilage oder E-Mail in den eigenen Shop holst, prüf die Regeln des Marktplatzes: Amazon etwa verbietet, Käufer auf eine andere Website umzuleiten, auch über Beilagen im Paket.

2 Hol dir die kostenlosen Google-Einträge

Über den kostenlosen Kanal Google & YouTube gelangen deine Produkte ins Google Merchant Center und können dann ohne Werbebudget in der Suche und im Shopping-Tab erscheinen. Wie du das einrichtest, steht im Beitrag zu den ersten 100 Bestellungen.

3 Zeig die Gesamtkosten früh

Der häufigste Grund, einen Kauf im Checkout abzubrechen, sind laut Baymard zu hohe Zusatzkosten wie Versand und Gebühren: 40 % der Abbrecher nennen ihn. Wer die Versandkosten erst im letzten Schritt zeigt, verliert Käufer, die schon bezahlen wollten.

Nenn Versandkosten oder die Grenze für Gratisversand direkt beim Kaufen-Knopf. Ein Banner allein wird übersehen. Mehr dazu im Beitrag Warenkorbabbrüche reduzieren.

4 Biete die Zahlarten an, die deine Kunden nutzen

Zahlungsmöglichkeiten sind für deutsche Online-Shopper das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines Shops: 54 % halten sie in der Bitkom-Umfrage 2025 für sehr wichtig. Auf PayPal entfielen 2024 laut EHI 28,5 % des Online-Umsatzes, auf den Kauf auf Rechnung 25,8 %.

Fehlt eine dieser beiden Zahlarten, riskierst du, Käufer im letzten Schritt zu verlieren. Sieh unter Einstellungen › Zahlungen nach, was bei dir aktiv ist.

5 Schalte Express-Checkouts ein

Shop Pay, PayPal Express und ähnliche Knöpfe sparen das Abtippen von Adresse und Karte. Shopify gibt für Shop Pay bis zu 50 % mehr Conversion gegenüber dem Gastcheckout an. Das ist eine Angabe von Shopify selbst, aus einer beauftragten Studie ohne veröffentlichte Methode. Einschalten kostet trotzdem nur einen Klick unter Einstellungen › Zahlungen.

6 Teste Änderungen, statt zu raten

Branchenwerte für die Conversion Rate liegen je nach Quelle zwischen 1,4 % und 2,7 %, und jede Quelle misst anders. Vergleiche dich deshalb mit dir selbst. Shopify hat dafür Rollouts: Ab dem Plan Grow kannst du Änderungen am Theme als Experiment laufen lassen, standardmäßig 50 zu 50 aufgeteilt.

Ein Hinweis zum Vergleichen: Shopify hat Ende September 2026 geändert, wie Sitzungen gezählt werden. Eine Conversion Rate vor und nach dieser Umstellung ist nicht direkt vergleichbar.

7 Gib jedem Warenkorb ein nächstes Ziel

Eine Staffel nach Warenkorbwert oder ein Geschenk ab einem Warenkorbwert kann den Durchschnitt heben, wenn die Schwelle aus deinen Bestelldaten kommt und sichtbar ist. Wie du sie findest, steht im Beitrag Durchschnittlichen Bestellwert erhöhen.

8 Verkaufe das passende Zweite dazu

Zubehör, Nachfüllpacks, das Set statt des Einzelteils: Ein Kunde, der gerade kauft, ist der beste Kunde für ein zweites Produkt. Wie das in Shopify geht und welche Angebote nur mit Shopify Plus im Checkout erlaubt sind, steht im Beitrag Upselling und Cross-Selling.

9 Hol abgebrochene Checkouts zurück

Wer seine E-Mail-Adresse schon eingegeben hat und dann abbricht, ist ein halber Kunde. Shopify Messaging verschickt dafür eine automatische Erinnerung. Diese Automatisierung ist laut Shopify immer kostenlos und wird nicht auf die 10.000 E-Mails angerechnet, die im Monat inklusive sind.

Standardmäßig geht die Mail nur an Kunden, die Marketing-Mails zugestimmt haben. Prüf deshalb unter Apps › Shopify Messaging, ob die Automatisierung aktiv ist und an wen sie geht.

10 Bring Kunden zum zweiten Kauf, ohne sie ans Warten auf Rabatte zu gewöhnen

Ein hoher Rabatt holt Neukunden, aber nicht unbedingt die richtigen. Eine Studie mit Kundendaten fand, dass Kunden, die mit 35 % Rabatt gewonnen wurden, auf lange Sicht nur rund halb so viel wert waren wie Kunden ohne Aktion.

Für den Wiederkauf gibt es auch Wege ohne hohen Rabatt: eine Mail zum richtigen Zeitpunkt, ein Abo für Verbrauchsartikel mit der kostenlosen App Shopify Subscriptions oder ein Geschenk ab einem Warenkorbwert, das keinen Preis senkt. Mehr dazu im Beitrag Stammkunden zurückholen.

Häufige Fragen

Wie berechnet Shopify die Conversion Rate?
Als Anteil der Sitzungen im Onlineshop, die mit einem Kauf endeten. Gezählt werden also Besuche, nicht Personen. Wer zweimal kommt und einmal kauft, zählt als zwei Sitzungen mit einem Kauf.
Was ist ein guter durchschnittlicher Bestellwert?
Einen allgemeinen Richtwert gibt es nicht. Die Zahlen, die im Netz kursieren, stammen von Anbietern ohne offengelegte Methode und ändern sich von Monat zu Monat. Vergleiche deinen Bestellwert mit deinen eigenen Vormonaten.
Welcher Hebel bringt am schnellsten mehr Umsatz?
Meist der, der am wenigsten kostet: Versandkosten früh zeigen, fehlende Zahlarten ergänzen, die Mail zu abgebrochenen Checkouts einschalten. Das sind Einstellungen, keine Kampagnen.