Allgemeine Geschäftsbedingungen
Für die Shopify-Apps Hand-E Discounts und
Hand-E Payment Rules.
Fassung 1.1 — Stand: 8. September 2026
1. Anbieter und Geltungsbereich
Anbieter der App ist:
Max HandrikHand-E Solutions
c/o flexdienst – #22000
Kurt-Schumacher-Straße 74
67663 Kaiserslautern
Deutschland
info@hand-e.de
Diese Bedingungen gelten für die Nutzung der App Hand-E Discounts (nachfolgend „die App“) durch den Betreiber eines Shopify-Shops (nachfolgend „der Kunde“). Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn ihnen nicht ausdrücklich widersprochen wird.
2. Die App richtet sich ausschließlich an Unternehmer
Vertragspartner können ausschließlich Unternehmerinnen und Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen sein. Die App ist ein Werkzeug zum Betrieb eines Onlineshops und wird Verbraucherinnen und Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB nicht angeboten.
Ein Widerrufsrecht besteht deshalb nicht. Es gilt ausschließlich für Verbraucher; Kunde dieser App kann ein Verbraucher nicht sein.
3. Gegenstand der Leistung
Die App wird als Software as a Service über die Shopify-Plattform bereitgestellt. Sie ermöglicht dem Kunden, in seinem Shop Rabatte anzulegen und auszuwerten. Der jeweils aktuelle Funktionsumfang ergibt sich aus der Beschreibung im Shopify App Store und aus der App selbst.
Zum Zeitpunkt dieser Fassung umfasst er insbesondere:
- Mengenstaffelrabatte, Produkt-Bundles, Rabatte ab einem Warenkorbwert, Geschenke ab einem Warenkorbwert und das Erzeugen von Rabattcodes in großer Zahl,
- eine Warenkorb-Vorschau zur Kontrolle der eingestellten Rabatte,
- eine Auswertung eingelöster Rabatte,
- einen KI-gestützten Assistenten und einen KI-gestützten Support-Chat (siehe Abschnitt 6).
Nicht Gegenstand der Leistung sind die Erstellung oder Pflege des Shops des Kunden, die rechtliche Prüfung seiner Rabattaktionen, steuerliche Beratung sowie die Funktionsfähigkeit der Shopify-Plattform selbst.
Ein Teil der App wird als Baustein im Theme des Kunden ausgeführt (die Funktion „Geschenk ab Warenkorbwert“). Für die Verträglichkeit dieses Bausteins mit einem beliebigen Theme wird keine Gewähr übernommen; die Funktion ist so ausgelegt, dass ein Ausfall dieses Bausteins nicht zu unbeabsichtigten Rabatten führt.
4. Vertragsschluss, Laufzeit und Vergütung
Der Vertrag kommt zustande, indem der Kunde die App über den Shopify App Store installiert und diesen Bedingungen in der App zustimmt. Zeitpunkt und Fassung der Zustimmung werden protokolliert.
Die Abrechnung läuft vollständig über Shopify (Shopify App Pricing). Preise, Abrechnungszeiträume und die Dauer einer etwaigen Testphase werden im Shopify App Store und im Shopify-Admin des Kunden angezeigt; sie werden dort auch vom Kunden gewählt und von Shopify eingezogen. Der Anbieter stellt dem Kunden keine eigene Rechnung und nimmt keine Zahlungsdaten entgegen.
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Der Kunde kann ihn jederzeit beenden, indem er das Abonnement in seinem Shopify-Admin kündigt und die App deinstalliert. Das Recht beider Seiten zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Der Anbieter kann diesen Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende eines Abrechnungszeitraums kündigen. Bereits im Voraus gezahlte Entgelte werden für den nicht genutzten Zeitraum anteilig erstattet.
5. Pflichten des Kunden
- Der Kunde ist für die von ihm angelegten Rabatte verantwortlich — für ihre Höhe, ihren Zuschnitt, ihre Laufzeit und ihre rechtliche Zulässigkeit, insbesondere nach Preisangaben- und Wettbewerbsrecht.
- Der Kunde prüft eine neue Rabattaktion vor der Veröffentlichung. Die App stellt dafür eine Warenkorb-Vorschau bereit.
- Der Kunde gibt keine personenbezogenen Daten in die Eingabefelder der KI-Funktionen ein.
- Der Kunde nutzt die App nicht in einer Weise, die ihren Betrieb beeinträchtigt, insbesondere nicht durch automatisierte Massenanfragen an die KI-Funktionen.
6. KI-gestützte Funktionen
Die App enthält zwei Funktionen, die Sprachmodelle einsetzen: einen Assistenten, der auf Beschreibung des Kunden hin einen Rabatt vorschlägt, und einen Support-Chat, der Fragen zur App beantwortet.
Die Ergebnisse dieser Funktionen sind unverbindliche Vorschläge. Sprachmodelle können inhaltlich falsche Ergebnisse liefern; das gilt ausdrücklich auch für Zahlen — Prozentsätze, Geldbeträge, Mengenschwellen und Zeiträume. Der Vorschlag des Assistenten wird dem Kunden vor dem Anlegen vollständig angezeigt und erst auf seine ausdrückliche Bestätigung hin umgesetzt. Ein so angelegter Rabatt entsteht zudem in ruhendem Zustand und wird erst wirksam, wenn der Kunde ihn in seinem Shopify-Admin aktiviert.
Die Prüfung des Vorschlags obliegt dem Kunden. Der Anbieter haftet nicht für entgangenen Gewinn oder gewährte Rabatte, die darauf beruhen, dass der Kunde einen Vorschlag ungeprüft übernommen hat. Abschnitt 8 bleibt unberührt.
Die Antworten des Support-Chats sind Hilfestellungen zur Bedienung der App und keine Rechts-, Steuer- oder Unternehmensberatung.
7. Verfügbarkeit und Mängel
Der Anbieter hält die App mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns verfügbar, schuldet aber keine bestimmte Verfügbarkeitsquote. Zeiten, in denen die App wegen Wartung, notwendiger Sicherheitsmaßnahmen oder aus Gründen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat — insbesondere Störungen bei Shopify oder bei den in der Datenschutzerklärung genannten Dienstleistern —, nicht erreichbar ist, gelten nicht als Ausfallzeit.
Mängel sind an info@hand-e.de oder über den Fehlermelder in der App zu melden. Der Anbieter beseitigt Mängel innerhalb angemessener Frist; er kann dies durch Nachbesserung oder Ersatzlieferung tun. Für unentgeltlich überlassene Testzeiträume gilt die Haftungsbeschränkung nach Abschnitt 8 entsprechend.
8. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt
- bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,
- für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,
- nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes,
- im Umfang einer von ihm übernommenen Garantie.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflicht), haftet der Anbieter der Höhe nach begrenzt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist zudem der Höhe nach begrenzt auf den Betrag, den der Kunde in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis für die Nutzung der App gezahlt hat, mindestens jedoch auf 100 Euro. Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
Der Anbieter haftet nicht für den Verlust von Daten, soweit dieser darauf beruht, dass der Kunde eine ihm zumutbare Sicherung unterlassen hat. Sämtliche Daten, die die App verarbeitet, stammen aus dem Shopify-Shop des Kunden und liegen dort weiterhin vor.
9. Datenschutz
Welche Daten die App verarbeitet, steht in der Datenschutzerklärung. Für die Verarbeitung von Bestelldaten im Auftrag des Kunden gilt die Auftragsverarbeitungsvereinbarung nach Art. 28 DSGVO. Bei Widersprüchen zwischen diesen Bedingungen und der Auftragsverarbeitungsvereinbarung geht in Fragen des Datenschutzes die Auftragsverarbeitungsvereinbarung vor.
10. Änderungen der Leistung und dieser Bedingungen
Der Anbieter darf die App weiterentwickeln und einzelne Funktionen ändern, solange der vertragsgemäße Nutzen für den Kunden dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Entfällt eine wesentliche Funktion, wird der Kunde mindestens 30 Tage vorher informiert; er kann den Vertrag in diesem Fall zum Wirksamwerden der Änderung außerordentlich kündigen.
Änderungen dieser Bedingungen teilt der Anbieter dem Kunden mindestens 30 Tage vor ihrem Wirksamwerden in der App mit. Die geänderte Fassung wird dem Kunden beim nächsten Start der App zur Zustimmung vorgelegt; Zeitpunkt und Fassung werden protokolliert. Stimmt der Kunde nicht zu, kann er die App weiterhin bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums nach der bisherigen Fassung nutzen und den Vertrag durch Deinstallation beenden.
11. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters. Der Anbieter ist berechtigt, auch am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen.
Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Weitere Angaben
Datenschutzerklärung · Auftragsverarbeitungsvereinbarung · Impressum