Tipps für deinen Shop
Black Friday im Shopify-Shop vorbereiten: die Checkliste für 2026
Black Friday fällt 2026 auf den 27. November, Cyber Monday auf den 30. Wer erst in der Woche davor anfängt, hat die wichtigsten Punkte schon verpasst: Viele Käufer halten sich vorher zurück, und für jeden Streichpreis zählt der niedrigste Preis der letzten 30 Tage.

1 Trag die Termine ein und fang früh an
Black Friday ist am Freitag, 27. November 2026, Cyber Monday am Montag, 30. November. Wer eine ganze Black Week fährt, startet am Montag, 23. November.
Kündige früh an. In einer Umfrage von MediaAnalyzer unter deutschen Black-Friday-Käufern gaben 45 % an, einen Monat oder länger vorher nichts Größeres mehr zu kaufen. Ab Ende Oktober sind Ankündigungen und Merklisten also sinnvoll, die Preise senkst du erst zum Start.
2 Sichere deine Preise für die 30-Tage-Regel
Wer in Deutschland eine Preissenkung bekanntgibt, muss den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage davor angeben (§ 11 PAngV). Shopify speichert keinen Preisverlauf. Exportiere deshalb deine Produkte als CSV-Datei, etwa 30 Tage vor dem ersten Aktionspreis und noch einmal am Starttag, und bewahre beide Dateien auf.
Für einen Streichpreis am 27. November zählen damit die Preise etwa ab dem 28. Oktober.
3 Rechne jeden Rabatt vom 30-Tage-Tiefstpreis aus
Der Europäische Gerichtshof hat 2024 entschieden, dass ein beworbener Rabatt wie „−20 %“ von diesem niedrigsten Preis aus gerechnet sein muss. Der Bundesgerichtshof hat 2025 nachgelegt: Dieser Tiefstpreis muss klar erkennbar und gut lesbar dastehen, nicht in einer kleinen Fußnote.
Und die Regel wirkt nach: Die Wettbewerbszentrale hat 2025 gegen einen Händler durchgesetzt, dass der Black-Week-Preis im Dezember als Referenz gilt. Wer nach Black Friday mit neuen Streichpreisen wirbt, muss sich am Black-Week-Preis messen lassen.
4 Plane Aktionen, die ohne Streichpreis auskommen
Ein Geschenk ab einem Warenkorbwert oder Gratisversand ab einer Schwelle lassen den Produktpreis unberührt. Das macht sie einfacher zu planen, gerade für den Dezember nach der Black Week. Eine Mengenstaffel oder ein Bundle dagegen ist ein Nachlass auf den Produktpreis, auch wenn die Produktseite keinen Streichpreis zeigt. Ob eine konkrete Aktion unter die Preisregel fällt, klärt im Zweifel ein Anwalt.
5 Plane die Rabatte als Stapel, nicht einzeln
Viele Black-Friday-Pannen entstehen, wenn Rabatte zusammenkommen, die niemand zusammen gedacht hat. Die Regeln laut Shopify-Hilfe:
- Höchstens fünf Produkt- oder Bestellcodes und ein Versandcode je Bestellung.
- Höchstens 25 aktive automatische Rabatte, Rabatte aus Apps zählen mit.
- Erst wirken Produktrabatte, dann Bestellrabatte auf die neue Zwischensumme, zuletzt Versandrabatte.
- Zwei prozentuale Bestellrabatte rechnen beide vom ursprünglichen Betrag. Zweimal 10 % sind also 20 %, nicht 19 %.
- Lassen sich zwei Rabatte nicht kombinieren, gilt der für den Kunden bessere.
6 Teste jeden Rabatt mit echten Warenkörben
Shopify rät in seiner eigenen Black-Friday-Checkliste, alle Codes und automatischen Rabatte im Checkout zu testen. Mach das mit Shopifys Test-Zahlungsanbieter oder dem Testmodus von Shopify Payments, und zwar vorher: Solange der Testmodus läuft, kann niemand echt bestellen.
Spiel diese Warenkörbe durch: knapp unter und knapp über jeder Schwelle, dasselbe Produkt in zwei Varianten, ein Artikel, der schon reduziert ist, ein Code zusammen mit einem automatischen Rabatt.

7 Setz Start, Ende und Grenzen
Gib jedem Rabatt ein Start- und Enddatum in der Zeitzone deines Shops. Öffentliche Codes bekommen ein Gesamtlimit, eine Nutzung je Kunde und einen Mindestbestellwert. Nach der Aktion kannst du in Shopify mehrere Rabatte auf einmal deaktivieren.
Eine Falle: Aktivierst du mehrere Rabatte auf einmal wieder, setzt Shopify sie auf „kein Enddatum“. Trag das Ende danach neu ein.
8 Mach den Shop schnell
Am Black Friday hat dein Shop oft die meisten Besucher des Jahres, viele davon auf dem Handy. In einer Auswertung von Google und Deloitte ging eine um 0,1 Sekunden schnellere mobile Seite bei Händlern mit 8,4 % mehr Conversions einher. Shopify nennt als Bremsen vor allem überflüssige Apps und Tags, zu viele Abschnitte je Seite und zu große Bilder. Räum im Oktober auf, nicht in der Black Week.
Quellen
- Shopify: BFCM 2025 Ergebnisse(öffnet in einem neuen Tab)
- MediaAnalyzer: Countdown zum Black Friday 2025(öffnet in einem neuen Tab)
- HDE: Black Friday und Cyber Monday, Prognose 2025(öffnet in einem neuen Tab)
- Preisangabenverordnung, § 11(öffnet in einem neuen Tab)
- EuGH, Pressemitteilung zu C-330/23 (2024)(öffnet in einem neuen Tab)
- BGH, Pressemitteilung 184/2025 (I ZR 183/24)(öffnet in einem neuen Tab)
- Wettbewerbszentrale: Referenzpreis-Pflicht gilt auch nach der Black Week (2025)(öffnet in einem neuen Tab)
- SINUS-Institut: Black Friday 2025(öffnet in einem neuen Tab)
- Shopify Hilfe: Discount combinations(öffnet in einem neuen Tab)
- Shopify Blog: Black Friday Checklist 2026(öffnet in einem neuen Tab)
- Shopify Hilfe: Testbestellungen(öffnet in einem neuen Tab)
- Shopify Hilfe: Rabatte verwalten(öffnet in einem neuen Tab)
- Deloitte: Milliseconds Make Millions (2020)(öffnet in einem neuen Tab)
- Shopify Hilfe: Ladezeit verbessern(öffnet in einem neuen Tab)
Häufige Fragen
Wann ist Black Friday 2026?
Welchen Streichpreis darf ich am Black Friday zeigen?
Darf ich im Dezember wieder mit Streichpreisen werben?
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