Zum Inhalt springen
Hand-E Solutions, zur Startseite

Tipps für deinen Shop

Mehr Bestellungen ohne mehr Werbebudget: So geht es

Jede Bestellung, die über eine Anzeige kommt, hat dich bezahlte Klicks gekostet. Dabei bringt Shopify einiges mit, das kaum Geld kostet: 10.000 E-Mails im Monat, kostenlose Google-Einträge, Kundensegmente, fertige Automatisierungen. Oft bleibt davon einiges ungenutzt.

4 Min. Lesezeit · 28. September 2026

Liste von Werkzeugen, die kaum Geld kosten: Checkout-Erinnerung, Shopify Forms, 10.000 E-Mails im Monat, Google-Einträge, Shop-App, Marktplatz

1 Schalte die Checkout-Erinnerung ein

Wer seine E-Mail-Adresse im Checkout eingegeben hat und dann abbricht, bekommt über Shopify Messaging eine automatische Erinnerung. Diese Automatisierung ist laut Shopify immer kostenlos und wird nicht auf die 10.000 kostenlosen E-Mails im Monat angerechnet. Einmal einrichten, danach läuft sie.

Standardmäßig geht sie nur an Kunden, die Marketing-Mails zugestimmt haben. In Deutschland bleibst du am besten dabei.

2 Bau eine Liste auf, mit Formular und Willkommensserie

Shopify Forms ist kostenlos und legt ein Anmeldeformular als Pop-up oder im Seiteninhalt an. Du kannst einen Rabatt daran hängen, der nach der Anmeldung angezeigt wird. Messaging hat fertige Vorlagen für eine Willkommensmail oder eine ganze Willkommensserie mit Rabatt.

Wie du das rechtlich sauber aufsetzt, steht im Beitrag Newsletter mit Willkommensrabatt.

3 Schreib deinen Abonnenten regelmäßig

Auf den Plänen Basic, Grow, Advanced und Plus enthält Shopify Messaging 10.000 kostenlose E-Mails im Monat, danach kosten 1.000 Mails 1 US-Dollar. Bei 2.000 Abonnenten reicht das für mehrere Kampagnen im Monat. Alle Automatisierungen außer der Checkout-Erinnerung werden allerdings darauf angerechnet.

Automatisierte Mails leisten dabei mehr, als ihr Anteil vermuten lässt. In einer Auswertung des E-Mail-Anbieters Omnisend machten sie 2 % aller Sendungen aus, brachten aber 30 % des E-Mail-Umsatzes.

Zwei Balken: Automatisierte Mails sind 2 Prozent aller Sendungen, bringen aber 30 Prozent des E-Mail-Umsatzes
Anbieterstudie von Omnisend, 150.000 Marken, Daten von 2025. Für einen einzelnen Shop ist das eine Richtung, keine Zusage.

4 Hol Bestandskunden zurück

Wer schon einmal gekauft hat, kennt dich. Shopify teilt deine Kunden automatisch in Gruppen nach Aktualität, Häufigkeit und Umsatz ein, zum Beispiel „gefährdet“ oder „fast verloren“, und hat eine fertige Vorlage für Rückhol-Mails. Wie du Zeitpunkt und Anreiz wählst, steht im Beitrag Stammkunden zurückholen.

5 Nutze die kostenlosen Google-Einträge

Über den kostenlosen Kanal Google & YouTube synchronisiert Shopify deine Produkte mit dem Google Merchant Center. Mit kostenlosen Einträgen können sie im Shopping-Tab, in der Google-Suche, in der Bildersuche und in Lens erscheinen. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind dabei. Eine Garantie auf Einblendung gibt es nicht, Kosten aber auch nicht.

6 Sammle Bewertungen

Bewertungen sind Werbung, die du nicht bezahlst. In Daten des Spiegel Research Centers war die Kaufwahrscheinlichkeit eines Produkts mit fünf Bewertungen 270 % höher als die eines Produkts ohne Bewertung. Die Daten stammen von US-Händlern aus dem Jahr 2017. Der größte Sprung lag bei den ersten Bewertungen.

Die Shop-App fragt Käufer nach der Lieferung automatisch nach einer Bewertung. Für die Anzeige im eigenen Shop brauchst du eine Bewertungs-App. Frag neutral und ohne Gegenleistung.

7 Verkaufe zusätzlich auf einem Marktplatz

56,7 % der deutschen Online-Umsätze liefen 2025 über Marktplätze, so der Handelsverband HDE. Mit Shopifys App Marketplace Connect verkaufst du deine Bestseller zusätzlich auf Amazon oder eBay und verwaltest die Bestellungen im selben Admin. Die ersten 50 synchronisierten Bestellungen im Monat kosten keine App-Gebühr, die Gebühren des Marktplatzes kommen dazu.

8 Miss, was wirkt

Häng an jeden Link in Mails und Posts einen Parameter wie utm_campaign an. Shopify ordnet Besuche mit diesem Parameter dem Marketing zu und zeigt im Bericht zu Verkäufen nach Marketing, was welcher Kanal gebracht hat. Standard ist die Zuordnung zum letzten Klick, der nicht direkt war, mit 30 Tagen Rückblick.

So siehst du nach einem Monat, welcher der Wege oben sich für deinen Shop lohnt und welcher nicht.

Häufige Fragen

Wie viele E-Mails kann ich mit Shopify kostenlos verschicken?
Auf den Plänen Basic, Grow, Advanced und Plus 10.000 im Monat, nicht genutzte verfallen. Danach kosten 1.000 Mails 1 US-Dollar. Die Automatisierung für abgebrochene Checkouts zählt nicht mit, alle anderen Automatisierungen schon.
Darf ich eine Weiterempfehlen-Funktion per E-Mail im Shop anbieten?
Vorsicht. Der BGH hat 2013 entschieden, dass eine Empfehlungs-Mail, die ein Shop über seine Seite verschicken lässt, als Werbung des Shops gilt und ohne Einwilligung des Empfängers unzulässig ist. Sicherer sind Empfehlungscodes oder Links, die Kunden selbst weitergeben. Das ist keine Rechtsberatung.
Bringt E-Mail-Marketing wirklich das 36- oder 42-Fache des Einsatzes?
Diese Zahlen stammen aus Umfragen unter britischen Marketern, die ihren Ertrag selbst schätzen, oder von Anbietern ohne offengelegte Methode. Für deinen Shop sagen sie wenig. Miss den Umsatz deiner Mails mit UTM-Links selbst.