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Tipps für deinen Shop

Mehr Newsletter-Anmeldungen mit Willkommensrabatt

10 % für die Anmeldung ist eines der bekanntesten Tauschgeschäfte im Onlinehandel. Gut gemacht bringt es dir eine Liste, die du jahrelang ohne Werbekosten erreichst. Schlecht gemacht landet dein Code auf Gutscheinseiten, und in Deutschland fehlt dir im Streitfall der Nachweis der Einwilligung.

4 Min. Lesezeit · 28. September 2026

Willkommensmail im Posteingang mit einem persönlichen Code für 10 Prozent auf die erste Bestellung, gültig bis zu einem Datum

1 Schalte Double-Opt-in ein, bevor die Liste wächst

Werbung per E-Mail braucht in Deutschland eine vorherige ausdrückliche Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG), und du musst sie nachweisen können (Art. 7 DSGVO). Double-Opt-in steht so nicht im Gesetz, ist aber der anerkannte Weg dafür: Der Bundesgerichtshof hat 2011 die Bestätigung per E-Mail als Verfahren beschrieben und verlangt, dass jede Einwilligung vollständig dokumentiert ist.

In Shopify findest du die Einstellung unter Einstellungen › Benachrichtigungen › Kundenbenachrichtigungen, im Abschnitt zum Marketing-Double-Opt-in. Schalte sie früh ein: Wer sich vorher angemeldet hat, muss laut Shopify nicht nachträglich bestätigen.

2 Halte die Bestätigungsmail frei von Werbung

Die Mail, in der jemand seine Anmeldung bestätigen soll, ist ein heikler Punkt. Das OLG München hat sie 2012 selbst als Werbung eingestuft, das OLG Celle sah das 2014 anders. Die IHK Hannover rät klar: Die Bestätigungsmail muss frei von Werbung sein. Auch Shopify schreibt, sie solle kein Marketing enthalten.

Also kein Rabattcode, keine Produktbilder, kein Angebot in dieser Mail. Nur der Zweck und der Link zum Bestätigen.

3 Sag im Formular, was kommt

Shopify Forms ist kostenlos und legt ein Anmeldeformular als Pop-up oder im Seiteninhalt an. Schreib dazu, was die Abonnenten bekommen, wie oft, dass sie sich jederzeit abmelden können, und verlink deine Datenschutzerklärung.

Eine Grenze gilt immer: Den Kauf selbst darfst du nicht von der Anmeldung abhängig machen. Rabatt für die Anmeldung ja, Kauf nur mit Anmeldung nein.

4 Gib den Code am besten erst nach der Bestätigung

Shopify Forms kann einen Rabattcode direkt nach dem Absenden anzeigen. Das bringt schnelle Erstkäufe, aber auch Codes für ausgedachte Adressen. Kommt der Code erst in der Willkommensmail nach der Bestätigung, bekommen ihn nur echte Abonnenten.

Prüf mit einer eigenen Test-Adresse, ob die Bestätigungsmail bei dir wirklich ankommt. In Shopifys Community berichteten Händler bis Mai 2025, dass bei Anmeldungen über Forms trotz aktivierten Double-Opt-ins keine Bestätigungsmail ankam.

5 Nutze Einmal-Codes statt eines Codes für alle

Ein Code wie WILLKOMMEN10 verbreitet sich. Das Handelsmagazin Modern Retail beschrieb 2024, wie Codes über Browser-Erweiterungen wie Honey und Gutscheinseiten wie RetailMeNot die Runde machen. Die Einstellung „einmal pro Kunde“ bremst das nur teilweise: Shopify prüft dafür E-Mail-Adresse oder Telefonnummer, und eine neue Adresse genügt.

Ein eindeutiger Code je Abonnent, der nur einmal gilt, begrenzt den Schaden auf eine einzige Einlösung.

Vergleich: Ein gemeinsamer Code wie WILLKOMMEN10 landet auf Gutscheinseiten und gilt mit jeder neuen Adresse wieder, eindeutige Codes wie HALLO-7K2P gelten genau einmal

6 Wenn doch ein gemeinsamer Code, dann eng

Beschränke ihn auf Kunden ohne bisherige Bestellung und auf eine Nutzung je Kunde, gib ihm einen Mindestbestellwert und ein Enddatum, und lass ihn nicht mit anderen Rabatten kombinieren. Tausch den Code regelmäßig aus, dann ist ein geleakter Code bald wertlos.

7 Schick eine Serie statt einer einzelnen Mail

Shopify Messaging hat Vorlagen für eine Willkommensmail und für eine ganze Willkommensserie mit Rabatt. Eine gängige Reihenfolge: zuerst der Code, dann deine Geschichte und die Bestseller, zum Schluss eine Erinnerung kurz vor Ablauf des Codes.

8 Miss Anmeldungen und Einlösungen

Zwei Zahlen zeigen, ob sich der Willkommensrabatt lohnt: wie viele Besucher das Formular ausfüllen und wie viele Codes danach eingelöst werden. Die Einlösungen siehst du in Shopifys Bericht zu Verkäufen nach Rabattcode. Wird dein Code oft von Adressen eingelöst, die nie eine deiner Mails geöffnet haben, ist er vermutlich geleakt.

Häufige Fragen

Ist Double-Opt-in in Deutschland Pflicht?
Vorgeschrieben ist eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, die du nachweisen kannst. Double-Opt-in ist der Weg, mit dem Händler diesen Nachweis führen; der Bundesgerichtshof hat das Verfahren 2011 für E-Mail-Werbung beschrieben. Ohne Double-Opt-in fehlt dir im Streitfall meist der Beweis. Das ist keine Rechtsberatung.
Darf in der Bestätigungsmail schon der Rabattcode stehen?
Besser nicht. Das OLG München hat die Bestätigungsmail 2012 als Werbung eingestuft, und die IHK Hannover rät, sie frei von Werbung zu halten. Schick den Code erst in der Willkommensmail nach der Bestätigung.
Schützt „einmal pro Kunde“ vor geteilten Codes?
Nur teilweise. Shopify prüft dafür E-Mail-Adresse oder Telefonnummer, und wer eine neue Adresse eingibt, kann den Code wieder nutzen. Am sichersten sind eindeutige Codes, die jeweils einmal gelten.