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Dokumentation

Hand-E Checkout Rules einrichten

Was jede Einstellung bewirkt, wie die App Bedingungen liest und wo Shopify ihr Grenzen setzt.

Installieren und starten

Installiert wird über den Shopify App Store. Die App läuft in jedem Shopify-Shop ab dem Basic-Plan, Shopify Plus brauchst du nicht. Beim ersten Öffnen stimmst du den AGB und dem Vertrag zur Auftragsverarbeitung zu und bestätigst, die Datenschutzerklärung gelesen zu haben (Zustimmen und starten). Danach führt Kostenlos starten zu Shopifys Planauswahl. Die Startseite der App ist die Liste deiner Regeln, im Menü steht außerdem Einstellungen. Die Sprache der App stellst du oben rechts um.

Die Regelliste

Oben stehen drei Knöpfe: Neue Zahlungsregel, Neue Versandregel und Neue Checkout-Sperre. Darunter stehen deine Regeln, gruppiert nach Zahlungsarten, Versandarten und Checkout-Sperre. Jede Zeile sagt, was die Regel tut, und hat einen eigenen Schalter: Aktiv oder Aus. Eine ausgeschaltete Regel wirkt im Checkout nicht und bleibt mit allen Bedingungen stehen. Mit Bearbeiten öffnest du sie.

Die Regelliste von Hand-E Checkout Rules, gruppiert nach Zahlungsarten, Versandarten und Checkout-Sperre, jede Regel mit Schalter und Knopf Bearbeiten

Gelöscht wird im Editor unter Regel löschen; das lässt sich nicht rückgängig machen. Ist im Free-Plan die Grenze erreicht, steht statt der drei Knöpfe ein Hinweis mit dem Weg zu den Einstellungen.

Eine Regel anlegen

Jede Regel hat einen Namen der Regel, den nur du siehst, den Haken Regel ist aktiv, ein Wenn und ein Dann.

  • Wenn: die Bedingungen. Bedingung hinzufügen hängt eine an, das Kreuz daneben entfernt sie. Eine Zahlungs- oder Versandregel ohne Bedingung greift bei jedem Checkout. Eine Checkout-Sperre braucht mindestens eine.
  • Dann: unter Was passieren soll die Aktion, darunter je Zeile eine Zahlungs- oder Versandart. Die Zeile liest sich als Satz: Name enthält PayPal. Weitere Zeilen fügst du mit Zahlungsart hinzufügen oder Versandart hinzufügen an.
  • Speichern: in der Leiste, die unten mitläuft, neben Abbrechen. Fehlt noch etwas, steht es dort. Nach dem Speichern bist du zurück in der Liste.

Getroffen wird eine Zahlungs- oder Versandart über ihren Namen im Checkout, ohne Rücksicht auf Groß- und Kleinschreibung. Mit enthält, der Vorgabe, trifft „Rechnung“ auch „Kauf auf Rechnung“. Mit ist genau muss der ganze Name passen. Der Name kann sich je Sprache des Checkouts unterscheiden.

Zahlung, Versand und Sperre

Zahlungsarten

  • Zahlungsart ausblenden: Sie erscheint im Checkout nicht.
  • Zahlungsart umbenennen: Sie erscheint unter dem neuen Namen. Die App ändert nur den Namen, nicht den Preis. Eine Gebühr, die du in den Namen schreibst, wird nicht berechnet.
  • Zahlungsart verschieben: Die Reihenfolge der Zeilen ist die Reihenfolge im Checkout, Zeile 1 steht oben. Du ziehst die Zeilen am Griff oder schiebst sie mit den Pfeiltasten.
  • Apple Pay, Google Pay und Shop Pay lassen sich ausblenden, aber nicht umbenennen und nicht verschieben.

Versandarten

  • Dieselben drei Aktionen: Versandart ausblenden, Versandart umbenennen und Versandart verschieben.
  • Platz 1 gehört immer der günstigsten Versandart, so schreibt es Shopify vor. Eine teurere rückt beim Verschieben höchstens auf Platz 2.
  • Beim Umbenennen setzt Shopify den Namen des Versanddienstleisters automatisch davor, zum Beispiel „DHL“. Den kann die App nicht entfernen.

Checkout-Sperre

  • Die Aktion heißt Checkout sperren. Unter Was deine Kundschaft liest steht dein Satz, höchstens 250 Zeichen. So sieht es im Checkout aus zeigt eine vereinfachte Vorschau; Schrift und Farben richten sich nach dem Checkout deines Shops.
  • Greift die Sperre, steht dein Satz im Checkout, und die Bestellung lässt sich nicht abschließen. Den Warenkorb kann dein Kunde weiter ändern.
  • Die Sperre greift nur im Checkout, nie auf der Warenkorbseite und nie bei leerem Warenkorb. Tragen zwei Sperren denselben Satz, erscheint er einmal.
  • Eine neue Sperre beginnt mit der Bedingung Warenkorbwert höchstens. Ohne jede Bedingung lässt sie sich nicht speichern, denn sie sperrte jeden Checkout.

Die elf Bedingungen

Die Bedingungen gelten in allen drei Bereichen und stehen im Auswahlfeld in dieser Reihenfolge. Zahlen vergleichst du mit mindestens, höchstens oder genau; Beträge mit „genau“ werden auf den Cent verglichen.

  • Bisherige Bestellungen des Kunden: „höchstens 0“ trifft Neukunden, ohne dass du Kundentags pflegen musst. Nur angemeldete Kunden werden erkannt; jeder Gast zählt als Neukunde.
  • Warenkorbwert: die Summe der Artikel, ohne Versand und Steuern.
  • Lieferländer: zweistellige Ländercodes, durch Komma getrennt, zum Beispiel DE, AT, CH. UK wird als GB gespeichert, andere Eingaben als Codes weist die App ab.
  • Kundentags: durch Komma getrennt. Die Regel greift, wenn der Kunde einen davon trägt. Ein Gast trägt keine Tags; soll er mitgemeint sein, ergänze „oder Kunde ist angemeldet: nein“.
  • Bisheriger Umsatz des Kunden: was der Kunde bisher ausgegeben hat. Ein Gast zählt mit 0.
  • Anzahl Artikel: die Stückzahl aller Artikel im Warenkorb.
  • Produkt im Warenkorb hat Tag: durch Komma getrennt. Die Regel greift, sobald ein Artikel im Warenkorb einen davon trägt.
  • Produkt im Warenkorb aus Kollektion: Die Kollektionen wählst du mit Kollektionen wählen. Die Regel greift, sobald ein Artikel in einer davon liegt. Benennst du eine Kollektion um, greift die Regel weiter.
  • Produkttitel im Warenkorb: durch Komma getrennt. Es genügt, wenn ein Titel den Text enthält: „Gefahrgut“ trifft auch „Gefahrgut Set 5L“.
  • Kunde ist angemeldet: ja oder nein.
  • Uhrzeit: ein Zeitfenster in der Ortszeit deines Shops, im Format 18:00. Ein Zeitfenster braucht beide Uhrzeiten.

Deine aktiven Zahlungsregeln können zusammen höchstens 100 Kundentags, 100 Produkttags und 100 Kollektionen berücksichtigen und teilen sich ein Zeitfenster. Für deine Versandregeln gilt dasselbe. Eine Checkout-Sperre hat diese Grenzen für sich allein.

Und, oder und die Lesart

Zwischen zwei Bedingungen wählst du und oder oder. Mit „und“ müssen beide zutreffen, mit „oder“ genügt eine. Gemischte Verknüpfungen werden von oben nach unten gelesen, ohne Vorrang: „A und B oder C“ heißt also (A und B) oder C.

Zwei Bedingungen einer Regel, mit oder verknüpft: Warenkorbwert mindestens 300 EUR oder ein Produkt im Warenkorb mit dem Tag Gefahrgut

Aus „Lieferländer DE oder Lieferländer AT und Warenkorbwert mindestens 300“ wird so (DE oder AT) und mindestens 300.

Wenn eine Bedingung noch nicht feststeht

Ohne Lieferadresse gibt es kein Lieferland, etwa bevor der Kunde sie eingegeben hat oder bei digitalen Produkten. Lässt sich eine Regel deshalb nicht entscheiden, gilt je Aktion:

  • Ausblenden greift im Zweifel. Eine Ausblende-Regel schützt dich, etwa vor Rechnungskauf ins Ausland.
  • Umbenennen und Verschieben greifen im Zweifel nicht.
  • Eine Checkout-Sperre sperrt im Zweifel nicht.

Trifft in einer Oder-Kette schon eine Bedingung sicher zu, greift die Regel, ganz gleich, was noch offen ist.

Währungen

Beträge trägst du in der Währung deines Shops ein. Zahlt ein Kunde in einer anderen Währung, rechnet die App seinen Warenkorb mit dem Kurs, den Shopify im Checkout liefert, in die Währung deines Shops um.

Führt dein Shop mehrere Währungen, steht an Warenkorbwert und Bisheriger Umsatz des Kunden zusätzlich das Feld Währung des Betrags. Wählst du dort eine andere Währung, gilt die Bedingung nur für Käufer, die in dieser Währung bezahlen, und zwar mit dem Betrag, wie sie ihn sehen.

Die letzte Zahlungs- und Versandart bleibt

Wo Regeln nicht greifen

  • Auf der Warenkorbseite laufen sie nicht, erst im Checkout.
  • Im Point of Sale laufen sie gar nicht.
  • Zahlungsregeln wirken in Shop Pay nicht, mit einer Ausnahme: dem Feld für den Geschenkgutschein.
  • Apple Pay, Google Pay und Shop Pay lassen sich ausblenden, aber nicht umbenennen und nicht verschieben.
  • Stammkunden erkennt die App nur, wenn sie in ihrem Kundenkonto angemeldet sind. Ein Gast zählt als Neukunde: 0 Bestellungen, 0 Umsatz, keine Kundentags.
  • Testbestellungen zählt Shopify nicht zu den bisherigen Bestellungen und nicht zum Umsatz eines Kunden.
  • Die App braucht mindestens den Shopify-Basic-Plan, aber kein Shopify Plus.

Im Editor stehen die Grenzen unter Wo Regeln nicht greifen.

Pläne und Abrechnung

Es gibt zwei Pläne, und beide können dasselbe. Free erlaubt eine Regel, in einem der drei Bereiche. Standard erlaubt bis zu 25 aktive Regeln je Bereich. Standard hat 14 Tage Testphase, bereits genutzte Testtage rechnet Shopify über 180 Tage an. Abgerechnet wird über Shopify. Den Plan wechselst du unter Einstellungen mit Plan bei Shopify wechseln. Preise stehen auf der Seite der App.

Im Free-Plan gilt die Grenze beim Anlegen und beim Einschalten: Eine neue Regel legst du erst an, wenn keine andere mehr besteht, und einschalten lässt sich eine Regel nur, solange keine andere aktiv ist. Ausschalten und das Bearbeiten bestehender Regeln gehen immer. Ohne aktives Abo gilt der Free-Plan, und deine bestehenden Regeln laufen weiter.

Deinstallieren und Daten

Deine Regeln liegen nicht bei uns, sondern bei Shopify, an der jeweiligen Zahlungsanpassung, Versandanpassung oder Checkout-Prüfung. Nach der Deinstallation sieht dein Checkout wieder aus wie vorher: alle Zahlungs- und Versandarten, keine Sperre. Die App fragt drei Berechtigungen an und hat keinen Zugriff auf Bestellungen, Kundendatensätze oder deinen Produktkatalog. Ihre Sitzung löschen wir bei der Deinstallation, die übrigen Daten deines Shops 48 Stunden danach. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.