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Tipps für deinen Shop

Welche Rabattart passt zu welchem Ziel?

Du willst eine Aktion starten und stehst vor der Wahl: Prozente auf alles, ein Code, ein Geschenk? Die falsche Rabattart kostet Marge und bringt trotzdem nicht das, was du wolltest. Hier ist die Zuordnung, Ziel für Ziel.

5 Min. Lesezeit · 28. September 2026

Sechs Karten ordnen je einem Ziel eine Rabattart zu, etwa höherer Bestellwert zur Staffel nach Warenkorbwert und Neukunden zu Einmal-Codes

1 Höherer Bestellwert: Staffel nach Warenkorbwert

Wenn deine Kunden meist einen Artikel kaufen, ist der Warenkorbwert dein Hebel. Eine Staffel wie 5 % ab 50 € und 10 % ab 80 € gibt Warenkörben knapp unter einer Schwelle ein nächstes Ziel, das oft nur einen Artikel entfernt liegt.

In Shopify hat ein Rabatt auf die Bestellung genau einen Mindestbestellwert. Mehrere Stufen baust du nativ als mehrere automatische Rabatte. Lässt du sie nicht miteinander kombinieren, wendet Shopify den für den Warenkorb besten an. Das geht, belegt aber mehrere der höchstens 25 Plätze für aktive automatische Rabatte.

Karte Warenkorbwert-Staffel in Hand-E AI Discounts mit mehreren Stufen in einem Rabatt
Mehrere Stufen in einem Rabatt: die Warenkorbwert-Staffel in Hand-E AI Discounts.

2 Mehr Stück je Bestellung: Mengenrabatt

Verkaufst du etwas, das man mehrfach braucht, zum Beispiel Kaffee, Filter oder Socken, dann belohne die Menge: 10 % ab drei Stück, 15 % ab fünf. Das passt besser als eine Staffel nach Warenkorbwert, weil es genau das Produkt betrifft, das du öfter verkaufen willst.

Nativ hat ein Produktrabatt eine Mindestmenge, also eine Stufe. Echte Mengenstaffeln kennt Shopify nur für B2B-Kunden. Für mehrere Stufen im normalen Shop und eine Tabelle auf der Produktseite brauchst du eine App.

3 Zusatzprodukte verkaufen: Bundle

Du willst, dass zur Kamera die Speicherkarte mitkommt? Dann gib Rabatt auf die Kombination, nicht auf das Einzelteil. Shopify Bundles, eine kostenlose App von Shopify, baut feste Bundles als eigenes Produkt.

Soll der Kunde selbst wählen, etwa ein Stück aus Gruppe A und eins aus Gruppe B, dann ist ein Bundle-Rabatt über Produktgruppen der flexiblere Weg. Mehr dazu im Ratgeber zum Bundle-Rabatt ohne eigenes Bundle-Produkt.

4 Über eine Schwelle heben, ohne den Preis zu senken: Geschenk

Ein Geschenk ab 60 € senkt keinen Preis. Das schützt deinen Preisanker, und dich kostet das Geschenk nur seinen Einkaufspreis, nicht seinen Verkaufspreis.

Shopifys Buy X get Y macht das Geschenk kostenlos. Laut Hilfe legt der Kunde es aber immer selbst in den Warenkorb, automatisch passiert das nie. Wer es übersieht, bekommt es nicht.

5 Neukunden, Newsletter, Partner: eindeutige Codes

Für Anmeldungen, Influencer oder eine Rückhol-Mail sind Codes richtig, und zwar eindeutige. Ein Code für alle landet früher oder später auf Gutscheinseiten. Einen Code je Person kannst du auf eine einzige Nutzung begrenzen und einzeln auswerten.

Shopify kann je Rabatt die Nutzung begrenzen, auch auf eine Nutzung pro Kunde. Hunderte eindeutige Codes auf einmal erzeugst du am einfachsten mit einer App.

6 Versandkosten als Hürde: Gratisversand ab einer Schwelle

Brechen Käufer an den Versandkosten ab, hilft kein Produktrabatt. Dafür hat Shopify eine eigene Rabattart für kostenlosen Versand, wahlweise ab einem Mindestbestellwert. Das kannst du ohne App einrichten.

Was fehlt, ist der Hinweis im Warenkorb, wie viel bis zum Gratisversand noch fehlt. Genau dafür ist ein Fortschrittsbalken da.

7 Lager räumen: Rabatt auf bestimmte Produkte, mit Enddatum

Für Auslaufware reicht ein nativer Rabatt auf ausgewählte Produkte oder eine Collection, mit Start- und Enddatum. Eine App brauchst du dafür nicht.

Zeigst du dabei einen durchgestrichenen alten Preis, gilt in Deutschland § 11 der Preisangabenverordnung: Als alter Preis muss der niedrigste Preis der letzten 30 Tage stehen.

8 Wann du gar keinen Rabatt geben solltest

Ist deine Marge dünn, frisst ein Prozentrabatt schnell den größten Teil des Rohertrags. Bei 30 % Marge und 20 % Rabatt musst du dreimal so viel verkaufen, um denselben Rohertrag zu halten. Dann ist ein Geschenk mit niedrigem Einkaufspreis oder Gratisversand ab einer Schwelle oft die bessere Wahl. Die Tabelle fasst zum Schluss alle Ziele dieses Beitrags zusammen.

ZielRabattartShopify nativMit Hand-E AI Discounts
Höherer BestellwertStaffel nach Warenkorbwerteine Stufe je Rabattalle Stufen in einem Rabatt, Balken im Warenkorb
Mehr StückMengenrabatteine Mindestmengebeliebig viele Stufen, Widget
ZusatzprodukteBundlefeste Bundles mit Shopify BundlesProduktgruppen, frei kombinierbar
Schwelle ohne PreisnachlassGeschenkKunde legt es selbst hineinlandet von selbst im Warenkorb
Neukunden, Partnereindeutige CodesCodes einzeln anlegenbis zu 1.000 Codes mit Präfix, als CSV
VersandkostenGratisversandja, ab MindestbestellwertBalken zeigt den Abstand

Häufige Fragen

Wie viele automatische Rabatte kann ich in Shopify gleichzeitig aktiv haben?
Höchstens 25, und Rabatte aus Apps zählen mit. Eine Staffel mit fünf Stufen, nativ als fünf Rabatte gebaut, belegt also fünf dieser Plätze.
Was passiert, wenn zwei Rabatte nicht kombinierbar sind?
Dann wendet Shopify laut Hilfe den Rabatt an, der für den Warenkorb des Kunden am günstigsten ist. Ob sich Rabatte kombinieren lassen, stellst du je Rabatt ein.
Brauche ich für jede Rabattart eine eigene App?
Nein. Gratisversand, einfache Rabatte auf Produkte oder die Bestellung und Buy X get Y kann Shopify selbst. Für Mengenstaffeln, Staffeln nach Warenkorbwert, Bundles aus Produktgruppen, ein Geschenk, das von selbst im Warenkorb landet, und viele eindeutige Codes auf einmal brauchst du eine App. Hand-E AI Discounts deckt alle fünf in einer ab.